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Gemeinsam abnehmen ist effektiver!

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Ernährungsmythen aufgedeckt

Nirgendwo sonst in der EU tragen so viele Menschen so viel Körpergewicht mit sich umher wie in Deutschland. Eine internationale Studie fand heraus, dass bei uns rund 75 Prozent der Männer und 59 Prozent der Frauen zu dick sind. Als Richtlinie galt hier der Body-Mass-Index (BMI). Gerade weil das Thema Ernährung immer mehr an Bedeutung für uns und unsere Gesellschaft gewinnt, ist es eine erstaunlich Tatsache, dass wir Deutsche noch immer zu wenig darüber wissen. Ein möglicher Grund dafür, warum das mit dem Abnehmen allerorten mäßigen Erfolg zeigt. Noch immer glauben wir, was längst von der Wissenschaft widerlegt wurde: die gängigsten Mythen der Ernährung.

Mythos Nr. 1: Wer spät isst, wird dick!

Ein Drei-Gänge-Menü plus anschließendem Betthupferl sollte man sich nicht gerade gönnen. Doch tatsächlich bestimmt einfach nur die Gesamtmenge der Kalorien, die wir den ganzen Tag über verteilt zu uns genommen haben, darüber, ob wir zunehmen oder eben nicht. Auch nachts ist unser Körper aktiv – ganz besonders sogar. Wer das Richtige isst, z.B. eiweißreich und kohlenhydratarm, der sorgt sogar noch dafür, dass nachts etwas Hüftgold abgebaut wird. Denn durch diese Ernährungsbausteine kann der Stoffwechsel vor dem Zubettgehen auf clevere Art und Weise angeregt werden.

Mythos Nr. 2: Viel Bier = dicker Bauch! 

Ist richtig, möge man denken, doch wissenschaftlich ist dies nicht belegt: Bisher konnte kein Zusammenhang zwischen Bierkonsum und Bauchfett hergestellt werden. Bier hat mit knapp 90 Kalorien pro Glas sogar einen geringeren Brennwert als ein Gläschen vom edlen Roten. Der Grund für die Bierbauch-Annahme liegt eher in den Ernährungsgewohnheiten vieler Hopfen- und Malz-Liebhaber. Denn wer gern mal in der Kneipe mit einem kühlen Blonden anstößt, so die Annahme, neigt auch eher dazu deftig zu essen. Aber unterm Strich ist klar: Alkohol verlangsamt insgesamt die Fettverbrennung – und das gilt auch für den angeblichen verdauungsfördernden Kräuterschnaps. Wer also abnehmen will, sollte sich auch hier im Verzicht üben.

Mythos Nr. 3: Je mehr Obst, desto besser! 

Fünf am Tag – so der Leitspruch der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): Fünf Portionen Obst und Gemüse sollten täglich bei uns auf dem Speiseplan stehen. Wer allerdings meint, mit Smoothies und Trockenfrüchten etwas für seine Gesundheit zu tun, der irrt: Denn gerade in den fertig zubereiteten Obstshakes oder getrockneten Früchten stecken jede Menge Zucker. Der Organismus setzt auch spielend Fettreserven an, wenn die Kalorien aus Früchten stammen – so können die „fünf am Tag“ ganz schnell zum Bumerang werden … Also: Greifen Sie öfter zu Gemüsesäften oder zu frisch geschnippeltem Gemüse, statt zu süßen Früchtchen, denn davon dürfen Sie essen so viel Sie mögen.

Mythos Nr. 4: Olivenöl ist viel gesünder als andere Sorten! 

Dass Fett nicht gleich Fett ist, hat die Ernährungswissenschaft inzwischen erfolgreich unter die Leute gebracht. Zu den guten Fetten gehören die so genannten ungesättigten Fettsäuren aus Fisch und Pflanzen. Nun haben Forscher herausgefunden, dass einige einfach ungesättigte Fettsäuren – wie z.B. die Ölsäure aus dem Olivenöl – sogar die Verengung der Arterien fördern können. Besser also: Sie greifen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie z.B. zu den berühmten Omega-3-Fettsäuren in Lachs oder Leinöl – die beugen verkalkten Adern vor.

Mythos Nr. 5: Brot ist ein Dickmacher! 

Kommt ganz drauf an, für welches Brot Sie sich entschieden haben. Denn wer zu Vollkornbrot greift, hat eindeutig die bessere Wahl getroffen: Es enthält viele Ballaststoffe, die praktisch keine Kalorien enthalten, dafür aber den Darm füllen und so besonders sättigend wirken. Zusätzlich regen sie die Darmtätigkeit an und fördern eine gesunde Darmflora. Wer auf Brot also verzichtet, aus Angst dadurch zuzunehmen, der beraubt sich selbst eines wirklich wertvollen Nahrungsmittels!

Mythos Nr. 6: Kaffee entwässert! 

Ein Mythos, der sich wahrlich lange gehalten hat und erst kürzlich aufgedeckt wurde. Nur wer gar kein Kaffee gewöhnt ist, für den kann er harntreibende Wirkung haben. Ansonsten darf jeder den Kaffee zu seiner Flüssigkeitsbilanz dazu rechnen. Jedoch sollte man nicht mehr als vier Tassen täglich davon trinken, da das Koffein zu Nervosität und Herzrasen führen kann. Und übrigens: Wer abspecken will, dem bringt die Entwässerung ohnehin nichts, da nur Wasser und nicht das Fett aufgeschwemmt wird. Und mit dem Wasser gehen wichtige Mineralsalze verloren. Um entwässernde Abnehmprodukte sollten Sie also lieber einen Bogen machen. Viel trinken, das sollten Sie in jedem Fall!

Mythos Nr. 7: Dunkle Schokolade hat weniger Kalorien als helle! 

Ja, das stimmt schon. Wer aber tatsächlich glaubt, während einer Diät mit dunkler Schokolade Pfunde zu verlieren, der macht sich natürlich etwas vor. Denn fürs Abnehmen ist es völlig egal, ob Sie sich gelegentlich ein Stück dunkle oder helle Schokolade gönnen, der Energiegehalt ist meist derselbe: zwischen 520 und 560 Kilokalorien pro 100 g. So viel wie eine normale Hauptmahlzeit! Einen Diätvorteil gibt es allerdings schon bei der dunklen Schokolade: Sie schmeckt intensiver und befriedigt dadurch die Lust am Schokogeschmack eventuell schneller. Vom gesundheitlichen Aspekt gesehen kann die Bitterschoki auch noch mal punkten: Der höhere Kakaoanteil liefert mehr sekundäre Pflanzenstoffe, die Krankheiten vorbeugen. Doch dann wären Sie mit ein paar Weintrauben oder Heidelbeeren wesentlich besser beraten. Denn die haben dagegen so gut wie keine Kalorien …

Mythos Nr. 8: Die einfachste Diätmethode ist FdH! 

Wer tatsächlich nur die Hälfte von dem verspeist, was er üblicherweise zu sich nimmt, der kann seiner Gesundheit richtig schaden. Durch die Verringerung der Portionen erhält der Körper nämlich weniger gesunde Nährstoffe. Wenn Sie also wirklich nur die Kalorienzufuhr drosseln, sollten Sie darauf achten, parallel gesunde Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte zu sich zu nehmen. Setzen Sie zum Beispiel viel Eiweißhaltiges mit möglichst wenigen Kalorien auf Ihren Speiseplan: mageres Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Milch mit niedrigem Fettgehalt und jede Menge Gemüse sind optimal. Also statt „Friss die Hälfte“ lieber gesund essen und dafür so viel Sie mögen!